Monkey Forrest

Weiter ging es in den den Norden von Bali. Ubud ist die Hochburg der Backpacker schlechthin. Wenige Touristen, traumhafte Natur und ganz viel Kultur! Diese Punkte zeichnen Ubud zweifelos aus.

In unserem neuen Hostel Puji  Bungalow angekommen, gings auch direkt los in den Monkey Forrest. Dieser ist einfach per Fuß zu erreichen.

Kleiner Einschub zwischendurch. Gehört es auch nicht zu deinen Stärke Karten auswendig zu lernen? Dann hilft dir die kostenlose App MAPS.ME. Sie ist eine Art offline Navigationsgerät. Um die App für ein bestimmtes Land nutzen zu können musst du einmalig das jeweilige Land im Voraus herunterladen, am besten im Wlan um dein Datenvolumen nicht zu beanspruchen. Beim Öffnen der App wird das entsprechende Land mittels deines Standorts direkt erkannt und um den entsprechenden Download gebittet. Die App verfügt über die meisten wichtigsten Orte wie Sehenswürdigekeiten, Restaurants, Unterkünfte, Strände, etc.

Der Eintritt dort ist ziemlich günstig und die Wege sind super einfach beschildert. Klar bist du der Star wenn du ein tolles Foto mit einem Affen auf dir in Instagram hast, aber sei verdammt vorsichtig! Mein Reisebuddy wurde grundlos in den Finger gebissen, nachdem er auf ihren Arm gesprungen ist. Affen dort haben häufig schwerwiegende Krankheiten. Außerdem ist es vor allem für die Damenwelt wichtig keinen Schmuck, wie Ohrringe und Ketten zu tragen. So schnell kannst du gar nicht schauen, wie sich dein süßer, haariger Freund über sein neues glänzendes Geschenk freut 🙂 Auch Sonnenbrillen, ungesicherte Kameras und Smartphones stehen weit oben auf der Wunschliste der kleinen King Kongs.

Hier ein paar Einblicke:

Monkey Forrest

Da es mit Kinos auf Ubud durchaus schwer werden könnte, entschieden wir uns abends spontan eine Tanzzeremonie im Ubud Palace anzuschauen. Spektukaläre Fabelwesen, verrückte Tänzerinnen und atemberaubende Musik beschreibt es ganz gut.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Ubud Palace

Fix und foxi gings dann aber schnell ins Bett 😛 Früh am morgen starteten wir mit dem Roller zusammen nach Tegalalang zu den bekannten Reisterassen. Da wir bereits sehr früh dort waren, hielten sich die Touristen stark in Grenzen. Wenn du deine letzten Kräfte opfern magst, kannst die kompletten Terassen durchqueren und den gegenüber liegenden Berg besteigen. Von dort aus hast du einen perfekten Ausblick und kannst die tollsten Postkartenbilder schießen. Es lohnt sich total!

Reisterassen

Reisterassen

Gegen Nachmittag fuhren wir weiter zum Pura Tirta Empul Tempel. Falls du keine langen Hosen trägst, bekommst du am Eingang einen Sarong um dich gebunden. Der Tempel zählt zu den heiligsten und wichtigsten Tempelanlagen Balis und ist einer der neun Staatstempel. Die Besonderheit ist das heiligen Quellwasser, was dort entspringt. Hinduistische Gläubige kommen regelmäßig hierher um sich zu reinigen und von Krankheiten und sonstigen Problemen zu befreien. Jede der einzelnen Fontänen, die ihr Wasser ins Quellbecken ergießen, soll dabei für eine ganz bestimmte Aufgabenstellung zuständig sein.

Pura Tirta Empul

Pura Tirta Empul

Zur Dämmerung hin fuhren wir zurück zum Puji Bungalow. Spät abends nach dem Duschen wollte ich nochmal an die frische Luft. Im Hostel war bereits Totenstille. Beim Verlassen meines Zimmers aber hörte ich entfernt leise Stimmen und eine Gitarre, also machte ich mich direkt auf die Suche. Am Pool traf ich auf zwei Brasilianer, ebenfalls gute Surfer. Wir sangen, tranken, babbelten was das Zeug hielt, trieben Unsinn und ließen den Abend schön ausklingen.

Am nächsten Morgen trennten sich leider die Wege von Jacky und mir. Wir beschlossen nochaml schön gemeinsam frühstücken zu gehen und die vergangenen erlebete Momente Revue passieren zu lassen. Wir landeten in einem abgespacten Hipster Kaffee an der Hauptstraße von Ubud.

Hipster Kaffee

Nach ihrem Abschied besuchte ich den Markt in Ubud, um mir Schmuck und ein paar Souvenirs zu kaufen. Diese verlor ich leider später alle beim Surfen 😀

Abends traf ich im Hostel auf neue Zimmermitbewohner und wir planten einen gemeinsamen Rollertrip zu zwei oder drei Wasserfällen am nächsten Tag.

In der Früh vom Gewitter geweckt, düsten wir direkt zum ersten Wasserfall los! Der Tegenungan Wasserfall! Die Wasserfälle kosten in der Regel alle Eintritt, wie auch hier der Fall war. Vom schwülen Wetter verschwitzt sprangen wir direkt ins kühle Nass. Wenn man ganz hoch hinaus will, sprich bis hin zum Gipfel des Wasserfalls, muss man nochmal zahlen. Fanden wir jetzt nicht ganz fair.

Tegenungan Waterfall

Tegenungan Waterfall

Leider begann es ab diesem Moment sehr stark zu regnen, aber wir sind ja nicht aus Zucker! Nach einem kurzen Snack und keiner Besserung des Wetters entschieden wir uns nur noch einen zweiten Wasserfall zu besuchen, den Kanto Lampo. Dieser lag nur ein paar Rollerminuten entfernt.

Als wir völlig übernässt ankamen, waren nur noch zwei Lokals vor Ort. Sie meinten, dass es bei dem starken Regen viel zu gefährlich ist, um zu dem Wasserfall zu gelangen und das deswegen auch der Pfad gesperrt ist. Nach langer Diskussion wurde uns dennoch Einlass gewährt! Vamos! Einige verrückte “Wege” und Schirfwunden später waren wir dann endlich da! Man steht vor dieser gewaltigen Wasserwand. Es ist einfach unbeschreiblich! Hier das Bild:

Kanto Lampo Waterfall

Mein letzter Wunsch auf Ubud war es den Mount Angun zu besteigen. Wegen dem schlechten Wetterverhältnissen, aber kam leider keine große Gruppe zusammen, so dass die Preise extrem hoch waren. Zu hoch für mich. Außerdem wollte ich keine Takeshi’s Castle Wanderung durch Matsch und Schlamm haben, nur um letzten Endes erschöpft am Gipfel feststellen zu müssen den Sonnenaufgang vor 1000 Wolken nicht zu sehen.

Leider verlor ich dadurch einen ganzen Tag. Für den nächsten Morgen plante ich meine Transport auf die Gili Inseln. Mit einem Shuttlebus gings an den Hafen von Padang Bai und von dort aus mit dem Speedboot nach Gili Trawangan. Dort traf ich zufällig auf einen alten Freund. Es ist verrückt wie viele Leute man auf seinem Trip immer wieder aufs neue begegnet.

Speedboot Speedboot

 

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