Villa Uluwatu

Bier, Sex und Drogen.

Meine letzten Tage wollte ich in Kuta Bali verbringen, dort wo alles anfing. Plan war es nochmal mit den Leuten, die ich zu Beginn meiner Reise kennengelernt habe, richtig Gas zu geben. Dieses Vorhaben entstand bereits bei der Abreise nach den ersten zwei Tagen. Wir blieben stets ein wenig in Kontakt, sodass letzten Endes wieder der Großteil im Funky Monkey Hostel landete. Der Stuff war total begeistert dem Chaostrupp wieder Unterschlupf zu gewähren zu dürfen 😀 Außerdem liegt der Flughafen in unmittelbarer Nähe, von dem aus ich zurück nach Jakarta fliegen musste.

Von Lombok gelangte ich mittels der Lokal Fähre zurück nach Bali. Alles in allem dauerte die Fahrt und Transport gute 11 Stunden. Es war definitiv eine Erfahrung wert, aber ich kann es echt nicht weiterempfehlen. Du sparst dir kaum Geld und verlierst einen kompletten Tag. Wenn du natürlich für eine längere Zeit auf Reisen bist, ist es aber definitiv eine Überlegung wert. Eine andere Reisende und ich waren die einzigen Travelers auf dem Schiff. Überall Lokals mit Schlafsäcken und Decken. Das machte uns stutzig. Anfangs war es wirklich cool sich auf dem Dach zu sonnen, Musik zu hören und mit den Lokals zu babbeln, aber irgenwann wird man müde und bekommt Hunger. Zum Essen konnte man nur bei der Abfahrt etwas kaufen. Das sparten wir uns, da die Fahrt angeblich ja nur vier Stunden dauern sollte. Tja das war wohl nichts. Kartenspielen und die witzigsten Geschichten wurden mit der Zeit langweilig. Ein Pluspunkt gibt es für die Strom Steckerleisten auf Deck. Du kannst dein Smartphone und co einfach aufladen. Einige Stunden später wollte ich nur noch zum Hostel, da bereits alle alle anderen eingetroffen waren und warteten.

Hier ein Bild kurz vor der Ankunft unter Board:

Fähre

Spät abends dann endlich in Padang Bai angekommen, fuhren wir mit einem Shuttlebus über Ubud nach Kuta. 11 Uhr. Ich hab es geschafft! Erstmal von allen schön ausgelacht werden! Dann mega die Gaudi! Gleich mal ein eisgekühltes Bintang in die Hand bekommen! Die Strapazen waren schnell vergessen!

Wir modifizierten unsere Trinkspiele um maximalen Trinkgenuss in kürzester Zeit zu erhalten. Dann machten wir uns auf zum berüchtigten Sky Garden. Anfangs belächelten wir die Leute, die dort für Tage und Wochen hängen geblieben sind und jeden Morgen erst in der Früh komplett zerstört ins Hostel kamen und nichts mehr vom Tag hatten. Nun wendete sich das Blatt 😀 Wir waren nun die jenigen, die ab sofort jeden Abend stolze Besucher des Wunderclubs waren. Es ist einfach unbeschreiblich cool dort. Super Musik, mega Stimmung, Dachterasse mit Lounches zum Chillen und Babbeln, verschiedene Areas, spitzen Getränke mit ordentlich WUUUMS und die coolsten Leute aus aller Welt. Sehnt sich dein Single Leben nach hübschen Urlaubsbekannschaften wirst du dich wie Aladin im Wunderland fühlen. In diesem Laden passieren die skurilsten Dinge!

Leider gibt es nur dieses eine Foto das mir ein Local zuschickte, da ich mein Handy immer im Hostel ließ. Wie sonst auch wären die anderen Bilder aus Jugendschutzgründen nicht zumutbar gewesen.

Sky Garden

In unserem Suff fand ich die 200 Meter nicht mehr zum Hostel zurück und ließen wir uns deswegen jedes Mal von meinen Lokal Buddies mit dem Roller heimfahren oder vertraute meiner Begleitung. Dort noch eine Runde im Pool geplantsch und dann ab ins Bett 😀

Tagsüber schlenderten wir gemeinsam durch Märkte zum Shoppen, waren essen oder sonnten uns am Strand. Wie der Zufall es wollte waren laut Forecast 10ft Monster Wellen angekündigt. Ich kannte das Meer in Kuta bereits schon und dachte mir das kann nicht war sein. Solche Wellen gab es selten mal auf Lombok, und das nur unter besten Bedingungen. Früh aufgewacht und mit nur wenig Schlaf eilten wir zum Strand. Es ging kaum Wind. Ich dachte mir schon, dass es nur ein Fehlanzeige war. Ein paar Straßen vom Strand entfernt hörten wie ein lautes dumpfes Gröhlen, wie eine Art Donner. Dann sahen wir den Strand. Meterhohe Wellen. Rote Flaggen. Hunderte Menschen aufs Meer blickend und eine Hand voll Verrückte im Wasser. Wir nur so “jetzt knallts aber richtig”:D. Ab zum nächsten Strandshop und ein Surfboard geholt. Selbst die Locals meinten wir sollen bis Nachmittag warten, da dann Flut ist und man durch den Beachbreak nicht mehr so einfach auf den Grund beim Wipe Out aufschlägt.

Übermotiviert und stur krallten wir uns trotzdem gleich ein Board und versuchten ins Lipe Up zu paddeln. Keine Chance! Die Wellen waren zu stark und spülten und in den ersten Metern wieder zurück zum Strand. Wir surften ein bisschen im Weißwasser bis wir einen einzigen Lokal hinter den Wellen sahen. Wir fragten uns wie er dort hingelangte. Aufeinmal tauchte ein Jetski auf. Dieses zog vereinzelt die Surfer nach draußen. Meinen Freunden wurde das ganze plötzlich zu heiß. Ich lief zum Jetskifahrer hinüber und babbelte ein bisschen mit ihm. Bevor ich überhaupt die Gelegenheit hatte mich über den Preis zu informieren, fragte er mich ob ich verrückt sei und raus zu anderen möchte und es auf seine Kappe geht. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Als eine kleine Pause zwischen den Sets war heizten wir Vollgas Richtung Meer. Wir hielten es für sinnvoll, dass mein Buddy mit dem Jetski im Line Up wartet, falls es mich vom Board wirft. Er suchte für mich eine passende Welle aus und gab mir das Zeichen zum Anpaddeln. Adrenalin! Take Off! Läuft alles super! Die Welle hatte so viel Gewalt, dass ich bis zum Strand zurücksurfen konnte. Wie nice war das denn bitte 😀 Jubelende Leute, High Fives und Sand in allen Öffnungen – mit diesem letzten Emotionen beendete ich das Surfen für diesen Urlaub. Man soll ja schließlich aufhören wenn es am schönsten ist.

Der Fokus lag nun wieder komplett auf das Weggehen. Täglich das selbe Ritual wie ich oben euch schon erzählt habe.

Zwei Tage bevor es wieder nach Deutschland zurückging, saßen wir total verkatert spätnachmittags am Pool und überlegten uns vielleicht doch einen Gang zurückzufahren. Wir hörten zufällig zwei Mädels, die ein Luxushotel in Uluwatu, dem südlichsten Punkts Bali buchten. Uluwatu ist bekannt für die Single Fin Bar, die auf einer Klippe prangert und von der aus man den Profis beim Surfen während dem Sonnenuntergang zuschauen kann. Jetzt waren wir extrem neidisch. Wir quatschen sie direkt an und meinten wir wollen auch sowas machen und mitkommen. Verzwickt die beiden hatten bereits gebucht und es gab keine weiteren Zimmer mehr in diesem Hotel. Ein paar Bier später überredeten wir die Mädels und noch ein paar unserer anderen Freunde. Wir buchten zu siebt spotan eine 400qm Villa in Uluwatu. Wie geil ist das denn bitte! Wir packten unser wichtigstes Zeug in unseren Tagesrucksack ein und ließen den Rest einfach im Hostel liegen. Das war sicherlich sehr gewagt, aber wir kannten den Großteil der Mitbewohner in unseren Zimmern und hatten gutes Vertrauen zu Ihnen. Mit uber fuhren wir dann zu unserem Palast 😀 Als wir vor den monströsen Stahltoren standen waren wir total überwältigt! Durch eine winzige Luke sahen wir das Ausmaß dieser gewaltigen Residenz. Zwei große Swimming Pools, Whirpools, einige Bäder, etliche Schlafzimmer, Billiardtisch, Boose Anlage im kompletten Anwesen, und und und. Wir hatten einen atemberaubenden Abend. Ich will nicht allzu viel Preis geben, aber es war grandios!

Hier ein paar Impressionen für euch:

Villa Uluwatu

Villa Uluwatu

Villa Uluwatu

Villa Uluwatu

Pizza

Gruppenbild

Kevin und Basti

Gruppenbild

Gruppenbild

Gruppenbild

Der Stuff der Villa fuhr uns am nächsten Tag zurück ins Funky Monkey. Ach ja alles Zurückgelassene war noch an Ort und Stelle. Unseren letzten Tag verbrachten wir gemütlich mit Essen gehen, Souvenirs kaufen und am Pool mit den anderen abhängen.

Funkey Monkey

Nun war es Zeit sich von den neuen Freunden zu verabschieden. Mir fiel das unerwartet verdammt schwer. Die ganzen geimnsamen Erlebnisse. Die witzigen Gespräche. Die unvergesslichen Momente. Aber auch ernsthafte Diskussionen, durchlebte Dramen und gemeinsam gemeisterten Streitereien. Anfangs realisiert man erst gar nicht, dass bald alles in Sekundenschnelle vorbei ist und man in ein paar Stunden wieder in den geregelten öden Alltag zurückkehrt. Ich habe mich dennoch wieder ein bisschen auf zu Hause gefreut. Meine Freunde und Family wieder zu sehen. Auf das Surfen im Eisbach. Auf den gerade starteten Sommer. Aber ich hatte extrem Angst vor den kommenden Wochenenden. Ist jetzt alles langweilig? Was mache ich jetzt eigentlich überhaupt am Wochenende? Ich werde noch ewig an meine Exfreundin denken müssen, alleine wenn ich nur das Wort Wochenende höre. Wann sehe ich meine Bali Freunde wieder? Am Flughafen sah ich weinende Mädels, die mit ihren Eltern telefonierten und ins Handy schrien “Ich will hier bleiben! Ich will nicht wieder heim!…” . Ich war also nicht alleine. Bereits im Flugzeug schmiedete ich neue Pläne für den nächsten Urlaub um ein bisschen meine Laune zu steigern…

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