Hola Amigos,

vorab muss ich sagen, dass keine Erwartungen das musthave für jede Reise sein sollte. Das habe ich ganz speziell auf diesem Trip gelernt. Drei Wochen für so eine Pupsinsel war eventuell zu viel Zeit. Jetzt erzähl ich euch warum. Fuerteventura bietet dir die schönsten Strände Europas, die von schwarz, zu tollestem klaren weiß  bis hin zu Popcorn formmäßigen Sand varieren. Das Wasser ist kristallklar und komplett sauber. Puhhh… Und dann noch die Mädels. Eine Augenweide 😉 Sehr viel mehr gibt es aber auch nicht zu sehen. Klar es gibt hier und da mal einen Leuchtturm oder Vulkane, aber ja für was würdest du dich wohl entscheiden hermano 😉 ? Bedenke 35 Grad im Schatten in der Mainseason. Fuerte Venura bedeutet “viel Wind”. Bist du Kite- oder Windsurfer bist du wohl im Paradies gelandet. Fuerte Ventura nennt man nicht umsonst auch das Mekka des Wassersports. Du kannst jeden Tag auf der Insel surfen gehen. Irgendwo bläst es immer 😉 Für Surfer wie mich macht es das Ganze nicht so einfach. Onshore, currents und bumpy waves. Du gehst also bestens morgens oder abends surfen, da sich in dieser Zeit der Wind legt und souveräne Bedingungen liefert. Hier kommt aber eventuell das nächste Problem. Das Temprament und die Kontaktfreudigkeit der Locals hier ist deutlich offener und intensiver als beispielsweise in Deutschland. Du kommst mit den Mädels vom Strand sehr viel einfacher in Kontakt, machst Faxen, gehst zusammen plantschen und verabredest dich für den Abend zum Reggeaton tanzen oder auf ein paar Cocktails – probably both 😉 Plötzlich landest du dann gegen Mitternacht komplett verdattert mit nem´ Flascherl Wein an einem einsamen Strand unterm Sternenhimmel und allem was so dazu gehört 😉 Du stehst also sicher nicht um 8 Uhr (typisch deutsch) zum Frühstück auf. Ja genau! Da schleppt sich dein Lauchkörper höchstens wieder zurück zum Hostel, weil ihr euch beide zum Einschlafen noch fix den feinsten Kräutermix reingepfiffen habt. Einen Tod stirbt man wohl auf der Insel. Das besondere auf Fuerteventura jedoch ist, dass die Sonne im Sommer erst gegen 9 Uhr untergeht. Sprich du kannst alles gechillter angehen und auch mal nen extended Powernap genießen ohne Angst haben zu müssen, etwas zu verpassen.

Die Faustregel generell überhaupt lautet Mietauto. Ja ich weiß, du dürfest es eigentlich nie fahren, aber wo kein Kläger da kein Richter 😉 Einfach mal den Finger aus dem Popo nehmen und den Moment leben. Ohne diese brilliante Erfindung bewegt sich dein Hangover Körper nicht mal an den nächsten Strand oder zum Supermarkt, da die Distanzen fußläufig einfach zu weit sind.
Ja aber Öffis? Busse? Si claro! Wenn er mal kommt schön und ja wenn er kommt – dann wann? Ich habe acht Stunden vom Süden zum Norden gebraucht. Ist aber auch cool, da du dabei die Insel siehst ohne dich aufs Fahren konzentrieren zu müssen. Aber ja so viel gibts ja hier eigentlich gar nicht zu sehen. Mit dem Auto sind es gerade mal drei Stunden ca. Die Mietpreise und Preise für Sprit sind im Verhältis super günstig, du bist vollversichert und die Autos sind super neu. Am besten teilst du die paar lausigen Taler mit deinen Mitfahrern in Form von Spritgeld oder Warmupdrinks für den anstehenden Abend.

Je nachdem wie lange du auf der Insel verweilst, hast du die Option zwischen Süden und Norden. Corralejo im Norden ist wohl die beste Wahl, da dort einfach am meisten geboten ist. Ein Touriort mit zahlreichen Restaurants, Bars, Clubs, Shopping, die tollsten Strände, Surfspots für alle Surfarten und die coolsten Hostels. Hier unternimmt man wirklich jeden Abend etwas anderes.

Der Süden mit Ausnahme Moro Jable und Costa Calma und speziell die Westküste ist mehr für die Surfer und Chiller. Im Süden war ich in La Pared. Dort gibt es lediglich zwei Hostels und ein Hotel. Das wars dann aber auch schon. Es hat deswegen genau aber auch seinen gewissen Charme. Hier kannst du zum Beispiel direkt zum Strand zum Surfspot laufen. Das Hostel wird dort deine neue Family, ob du willst oder nicht 😀 Sie trinken. Du trinkst. Sie machen Yoga. Du wirst es auch irgendwann mögen. Ich fands geil!
Zudem hin hatte ich das Glück, dass in dieser Zeit die Carpa dort stattfand. Ein Festival begleitend zum Wind- und Kitesurf Worldcup. Tausende Besucher kommen nur deshalb für eine Nacht auf die Insel. Alleine darüber könnte ich einen Roman schreiben 😀 Naja 😉

Du hast die Wahl.

So viel mehr gibt es eigentlich gar nicht mehr zu erzählen. Schreib mir sehr gerne eine Email bei Fragen an info@travellights.de.

Die Bilder finder ihr hier in der Galerie.

Unten meine übliche Kosten Übersicht für den gesammten Urlaub.

Flug 340,-
Hostel 1 (1. Woche) 180,-
Hostel 2 (2. und 3. Woche) 225,85
Mietauto (10 Tage) 224,-
Ausgaben Vorort (Essen, Surfboardmiete, …) 1.036,71
Gesamt 2.006,56

Adios

Euer Domi

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