Arugambay Strand

Die Erwartungen an den Arugam Bay waren hoch! Jeder schwärmte von dieser Region und ganz speziell vom Beach Hut Hostel. Als wir unseren ersten Fuß ins Hostel setzten wurde uns klar, dass all die Versprechungen berechtigt waren. Idyllische Bungalows in unmittelbarer Strandnähe, liebevolle Dekorationen an jeder Ecke und der beste Staff überhaupt 😀 Es war einfach alles so vertraut dort. Man hat sich einfach wohl gefühlt. Bier wurde automatisch nachgebracht. Sehr aufmerksam!:D

Beach Hut Hostel

Es waren fast ausschließlich Surfer aus Schweden und Australien einquatiert. Jeder verstand sich auf Anhieb mit jedem. Die Abende gestalteten sich aus Shit Head, Bier, Strandpartys, witzigen Geschichten und Bier. Morgens und abends wurde wieder wie gewöhnlich fleißig gesurft. Die Surfspots lagen aber eine gute halbe mit dem Tuk Tuk entfernt. Wir hatten zwar Scooters hier aber jedoch ohne Wracks. Von daher wäre das zu gefährlich gewesen.

Beach Hut Abend

Beach Hut Bier

Direkt ums Eck gab es den einzigen fußläufigen Spot “Main Point“. Dieser liefert die wohl bekannteste Welle auf ganz Sri Lanka. Sie kann bis zu unglaublichen 500 Meter lang rechts brechen! Ich hörte aber böse Geschichten von dort. Das es sich hier um keinen Beginnerspot handelt, merkt man bereits bei der Anreise. Es schimmert ein messerscharfes Korallenriff durch das flache Wasser.

Ich komme an. Stille, außer ein leises Meerrauschen. Ein leichter Wind. Draußen im Lineup tümmelten sich nur eine Hand voll Surfer. Ich war verwundert. Doch plötzlich sah ich eine ganze Menschentraube am Strand. Es waren Verletzte im Sand, die versorgt werden mussten. Abgetrennte Finger, zerstörte Boards, verschnittene Hände und Beine. Direkt daneben eine drei Meter große Tafel mit der Aufschrift “No Beginner Spot- It´s a Reef!”. Ich war geschockt und traurig zu gleich. Ich wollte unbedingt surfen, aber jetzt hatte ich wirklich Angst. Es hilft ja nichts.

Meine zwei Stimmen sagten mir: “Tu es!” und “Hast du nicht gehört du sollst es tun!”. Meine oftmals diebezüglich naive Einstellung ließ mich Wort wörtlich ins offene Messer laufen. Ich schnappte mir ein Surfboard und flitzte ans Wasser. Bereits beim Einstieg hatte ich extreme Schwierigkeiten überhaupt ins Line Up zu kommen, da ich keine Reef Boots hatte. Alle paar Meter schob mich die Strömung über die messerscharfen Steine. Das Wasser ist leider auf den ersten Metern zu seicht zum Rauspaddeln.

Endlich war ich da draußen. Traumhafte kleine Barrels, die immer am selben Punkt brachen! Völlig euphorisiert nahm ich die erste Welle. Direkt beim Takeoff wurde ich einfach von der Welle überrolt und stürtzte mit voller Wucht aufs Riff. Ich spürte erstmals nichts. Ich war erstaunt, da ich ich den Aufprall auf den Grund merkte. Dann aufeinmal ein brennender Schmerz und alles voller Blut. An Land wurde die Wunde direkt desinfiziert, die Korallenstücke entfernt und alles schön verbunden. Passiert dies nicht kann es zu gravierenden Folgen kommen.

Reeftattoo

Mir war bewusst, dass die Wunde bei der extremen Luftfeuchtigkeit hier icht mehr heilen wird. Deshalb beschloss ich hier nicht aufzugeben. Direkt am nächsten Tag stand ich bereits wieder früh am morgen am Spot. Ab jetzt lief alles wie am Schnürchen! Welle für Welle! Was für ein Gefühl!

Tagsüber verbrachten wir am Strand, im Wasser oder beim Volleyball. Zwischendurch gab es auch mal einen Powernap. Das gefiel so manchen Kühen anscheinend nicht 😀

Arugambay Kühe

Dank dem Hostelchef musste ich nicht den doofen Nachtbus nehmen und hatte somit sogar einen ganzen Tag mehr hier. Er organisierte mir einen Fahrer, der mich günstig nachts um 12 über die ganze Insel zum Flughafen brachte.

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